Die UNESCO hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur- und Naturgüter der Welt, die einen aussergewöhnlichen universellen Wert besitzen, zu erhalten. Das internationale Übereinkommen vom 23. November 1972 zum Schutz des Kultur- und Naturgutes der Welt, kurz Welterbekonvention, ist das international bedeutendste Instrument, das von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes beschlossen wurden.

Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst insgesamt 1121 Stätten in 169 Ländern (Stand November 2020). Davon sind 869 Kulturerbestätten und 213 Naturerbestätten. Weitere 39 Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste zählen sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von grenzüberschreitenden Welterbestätten, etwa der Monte San Giorgio als gemeinsames Erbe der Schweiz und Italiens.

Kulturerbe

Zu den Kulturerbestätten, die derzeit auf der Welterbeliste verzeichnet sind, gehören Baudenkmäler, Städteensembles, archäologische Stätten, Monumente der Technikgeschichte, Industriedenkmäler und wichtige Gedenkstätten der Menschheitshistorie.

Naturerbe

Das Naturerbe umfasst bedeutende Ökosysteme, Zeugnisse der Evolutionsgeschichte, Naturparadiese und Schutzreservate von Tieren und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind. 

Serielle Kandidatur

Eine Serielle Kandidatur ist eine Nominierung, die zwei oder mehr nicht zusammenhängende Areale umfasst. Eine einzige Welterbekandidatur kann eine Serie von Kultur- und/oder Naturobjekten in verschiedenen geographischen Regionen beinhalten, die (i) zur selben historisch-kulturellen Gruppe, (ii) demselben Objekttyp, der für eine geographische Zone typisch ist; oder (iii) derselben geologischen oder geomorphologischen Formation, derselben biogeographischen Region oder demselben Ökosystem angehören. Zu dieser Kategorie gehören unter anderem die «Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen».

Weitere Informationen: www.welterbe.ch