Laura Fehlmann, Journalistin, seit 1 Jahr pensioniert

Was ist Ihre Rolle in der Welterbestätte?
Ich habe fast 30 Jahre lang in der Welterbestätte Bern als Journalistin von BZ Berner Zeitung gearbeitet. Von daher kenne ich den Ort sehr gut.  Ich weiss, wie die Menschen ticken und schätze die gemütliche, ruhige Art der Bernerinnen und Berner – obwohl – als Seconda mit italienischen Wurzeln scheint mir manchmal auch, etwas mehr Tempo wäre nicht schlecht.

Welcher Bezug besteht zu ihr?
Seit meiner Pensionierung vor einem Jahr bin ich immer noch regelmässig in Bern. Ich treffe ehemalige Kolleginnen und Kollegen und bin manchmal auch noch für die Zeitung unterwegs. Einen ganz engen Bezug habe ich zur Aare. Ging ich als Voll-Berufstätige das ganze Jahr über oft täglich in diesem wunderbaren Fluss schwimmen, ist es seltener geworden, aber nicht weniger intensiv.

Welches ist Ihr Lieblingsort in der Welterbestätte? Haben Sie einen Geheimtipp?
Mein Lieblingsort ist und bleibt die Aare, vor allem an den Plätzen, wo man baden kann. Im Sommer gehe ich am liebsten ins Lorrainebad und wandere ein gutes Stück flussaufwärts und lasse mich dann bis zum Bad hinuntertragen, bei Wärme gleich mehrmals. Mein Geheimtipp zum Baden ist genau das, weil die Aare dort weniger schnell fliesst als beim Marzilibad. Bei meiner Variante muss man aber spätestens unterhalb des Lorrainebades aussteigen, weil dann ein Stauwehr kommt, vor dessen Sog man sich unbedingt hüten muss. Nur gute Schwimmerinnen und Schwimmer sollten sich in die Aare wagen.

Wann ist die beste Besuchszeit und warum?
Die beste Besuchszeit ist von April bis November, weil man dann lange Spaziergänge in der Stadt und an der Aare machen kann, ohne zu frieren. Die Stadt ist aber auch bei Regen einen Besuch wert, denn unter den Arkaden ist man immer im Trockenen. 

Was kann man unternehmen? Welche Aktivitäten in der Welterbestätte empfehlen Sie besonders?
Ja – was kann man in Bern unternehmen ausser in der Aare zu baden? Im Winter empfehle ich die Sauna im Lorrainebad, weil man hier die Möglichkeit hat, sich erhitzt in die eiskalte Aare zu stürzen. Ich empfehle auch einen Spaziergang zum Rosengarten, wo man auch im Winter die Aussicht auf die wunderschöne Altstadt geniessen kann.

März 2020

Unser Welterbe