Einzigartige Zeitzeugen aus dem Alltag der Urgeschichte

Dieses serielle Welterbe umfasst 111 Pfahlbaustationen in sechs alpinen Ländern (D, F, I, SLO, A, CH), davon 56 in der Schweiz. Viele Funde befinden sich schwer zugänglich unter Wasser, an Seeufern oder in Sumpfgebieten. Die archäologischen Schätze erlauben faszinierende Einblicke in die Zeit um 5000 bis 500 v. Chr. und lassen sich am besten bei einem Museumsbesuch im Laténium bei Neuchâtel entdecken. Das Museum ist Preisträger des Museumspreises des Europarats. Weltkulturerbe seit 2011.

Wer wirkt hinter den Kulissen der Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen? (Französisch)



Geschichte

Die späte Bronzezeit bildete eine wahre Blütezeit für die Pfahlbauten. Die Siedlungen wurden grösser, und die Dörfer blieben länger am gleichen Ort, manchmal bis 100 Jahre lang. Die Funde weisen auf gesteigerten Reichtum hin, indem Bernstein- und Glasperlen, fein verzierte Keramiken, kunstvolle Nadeln für Kleider und gravierte Armringe nicht selten sind. Der neue Kälteeinbruch ab 850 v. Christus brachte dann ein beinahe abruptes Ende der Pfahlbauten. Archäologische Ausgrabungen liefern dank der hervorragenden Erhaltungsbedingungen im feuchten Boden und der Forschungen der letzten Jahrzehnte erstaunliche Informationen über die Bewohner der Pfahlbauten. Deren schützenswerte Stätten, die noch lange nicht alles preisgegeben haben, sind aber nicht leicht sichtbar, da sie auf dem Grund der Seen oder in teils zugeschütteten Gebieten liegen. Die wichtigeren Funde können in Museen und Parks bestaunt werden.

Wussten Sie?

• An den Ufern unserer Seen trug die Bevölkerung der Jungsteinzeit zur weltweiten Verbreitung des Weizens bei, dessen Anbaufläche heute über 2,25 Millionen km2 beträgt.
• Die ersten Umweltverschmutzungen ereigneten sich zur Zeit der Pfahlbauer – vor über 5000 Jahren

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               Prähistorische Pfahlbauten